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Tropfsteinhöhlen im Harz

Tropfsteinhöhlen faszinieren die Menschen seit Jahrhunderten. Jahrtausendealte Stalagmiten und Stalaktiten mit bizarren Formen beflügeln die Fantasie und bringen die Besucher zum Staunen. Wir stellen Ihnen einige reizvolle Tropfsteinhöhlen im Harz vor.

Tropfsteinhöhle Harz

Tropfsteinhöhle Harz

Herrmannshöhle in Rübeland: Flusshöhle bei Wernigerode
Unweit von Wernigerode liegt im Harzer Höhlenort Rübeland eine der schönsten Tropfsteinhöhlen im Nordosten von Deutschland: Die Herrmannshöhle. Benannt wurde die Tropfsteinhöhle nach ihrem Entdecker Hermann Grotian, der im Jahr 1866 bei Bauarbeiten zufällig den Eingang freilegte. Die Herrmannshöhle ist eine Flusshöhle, die von einem unterirdischen Wasserlauf durchflossen wird. Sie fasziniert mit eindrucksvollen Tropfsteingebilden, die eine märchenhafte Kulisse in den mehr als 50 m hohen Hohlräumen bilden. Auf einem etwa 50-minütigen Rundgang passieren Sie meterhohe Stalagmiten, die seit Jahrtausenden vom Boden in die Höhe wachsen. Die Herrmannshöhle können Sie nur auf einem geführten Rundgang erkunden, der unter anderem am Olmensee entlangführt.

Grottenolme und Kristallkammer
Der unterirdische Olmensee in der Herrmannshöhle beherbergt die einzige Population Grottenolme auf deutschem Boden. Das Gewässer wurde künstlich angelegt und besitzt eine konstante Wassertemperatur von 7 °C. Die ersten Grottenolme wurden im Jahr 1932 in dem See ausgesetzt. Sie stammten aus Slowenien. Die beste Gelegenheit, die scheuen Wasserbewohner zu beobachten, besteht in den frühen Morgenstunden. Ein weiteres Highlight der Tropfsteinhöhle ist die sogenannte Kristallkammer mit ihren bis zu 8.000 Jahren alten Stalagmiten und Stalaktiten. Calzit-Kristalle bilden hier bizarre Formen, die an einen Springbrunnen, einen Baum und eine Burg erinnern.

Tropfsteinhöhle Harz

Baumannshöhle in Rübeland – Deutschlands älteste Schauhöhle
Nur wenige Gehminuten von der Herrmannshöhle entfernt liegt die Baumannshöhle in der Ortschaft Rübeland. In der ältesten Schauhöhle auf deutschem Boden finden seit dem Jahr 1646 Führungen statt. Den Namen verdankt die Tropfsteinhöhle im Harz ihrem mutmaßlichen Entdecker Friedrich Baumann, der im Jahr 1536 auf der Suche nach Erz einen Eingang entdeckte. In den hintereinanderliegenden Hohlräumen ragen eindrucksvolle Stalagmiten vom Boden auf und ebenso prächtige Stalaktiten hängen von der Höhlendecke herab. Einige Tropfsteine tragen Namen wie "Mönch" oder "Lebensbaum". Zu den Attraktionen der Bergmannshöhle gehört das rekonstruierte Skelett eines prähistorischen Höhlenbären, dessen Knochen im Inneren der Höhle gefunden wurden.

Goethesaal mit Theaterbühne
Der größte Raum in der Bergmannshöhle ist der 2.500 m² große Goethesaal. Seinen Namen verdankt er dem deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe, der zwischen 1777 und 1784 der Höhle dreimal einen Besuch abstattete. Heute beherbergt der Goethesaal eine in Deutschland einzigartige unterirdische Naturbühne, auf der Theateraufführungen und Konzerte stattfinden. Gleichzeitig ist der riesige unterirdische Hohlraum eine Außenstelle des Standesamtes. Heiratswillige Paare können sich vor der fantastischen Kulisse tief im Berg das Ja-Wort geben. In einem Teil des Goethesaales wurde ein künstlicher See angelegt. Die maximale Wassertiefe im Wolfgangsee beträgt 80 cm.

Iberger Tropfsteinhöhle mit Höhlen-Erlebniszentrum
Am Südrand des Harzes liegt in der Gemeinde Bad Grund die Iberger Tropfsteinhöhle mitsamt einem Höhlen-Erlebniszentrum. Da es sich bei der Höhle um ein ehemaliges Korallenriff handelt, das in einem warmen subtropischen Meer entstanden ist, nimmt die Tropfsteinhöhle im Harz eine Sonderstellung ein. Entdeckt wurden die unterirdischen Kammern im frühen 16. Jahrhundert von Bergleuten, die nach Eisenerz suchten. Die Iberger Tropfsteinhöhle ist auf einer Länge von gut 100 Metern begehbar. Gewaltige Tropfsteine ragen vom Boden auf und Sinterkaskaden aus Kalkstein scheinen wie Wasserfälle von der Decke zu rauschen. Um die märchenhafte Welt aus bizarren Formen und Farben zu erkunden, schließen Sie sich einer Führung an.

Herzstück des zugehörigen Höhlen-Erlebniszentrums ist der originalgetreue Nachbau eines Höhlengrabes und die über 3.000 Jahre alten Knochen einer Großfamilie. Dank einer umfangreichen DNA-Analyse konnte nachgewiesen werden, dass sämtliche in dem Höhlengrab gefundenen Knochen von verwandten Familienmitgliedern stammen. Die Forscher identifizierten 70 Individuen. Entdeckt wurden die Knochen in der Lichtenberghöhle, die etwa 15 km vom Ausstellungsort entfernt ist.

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